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Dieses Buch bestellen! · EUR 13,80 · 490 Seiten · ISBN 3-934536-13-1 |
1968 war die Welt in Aufruhr: Die Bauernguerilla in Vietnam stand auf, um gegen die stärkste Militärmacht in der Geschichte der Menschheit anzutreten. Hunderttausende von Studierenden, Schülern und Auszubildenden gerieten in Bewegung und radikalisierten sich. Millionen Arbeiter in Frankreich versetzten mit dem größten Generalstreik der Geschichte ihre Regierung in Panik. Die Schwarzen in den städtischen „Ghettos“ der USA erhoben sich gegen den Rassismus und die Ermordung Martin Luther Kings. 1968 war das Jahr, in dem der "Prager Frühling" das stalinistische Regime im Osten ins Wanken brachte. Hunderttausende Menschen kamen zu der Überzeugung, dass eine radikale Veränderungen der kapitalistischen Gesellschaft nötig ist. Eine andere Welt schien möglich.
Chris Harman schildert die Ereignisse rund um das Jahr 1968 in verschiedenen Ländern und arbeitet die Wechselwirkung zwischen den zunächst scheinbar getrennt voneinander ablaufenden Protesten heraus. Er analysiert die Stärken und Schwächen der 68er Bewegung und diskutiert, warum am Ende der Kapitalismus zwar schwer erschüttert, aber nicht gestürzt wurde.
Chris Harman ist Herausgeber der marxistischen Theoriemagazins International Socialism Journal und Autor zahlreicher Bücher. In Deutschland erschienen unter anderem Die verlorene Revolution: Deutschland 1918–1923 und Antikapitalismus in Theorie und Praxis.
„Eine unverzichtbare, provokative und umfassende Geschichte des Jahres 1968, seiner Hintergründe und Folgen.“
— Alex Callinicos, Autor von Ein Anti-Kapitalistisches Manifest, Professor für Europäische Studien am King’s College, London
„War 1968 nichts weiter als eine kollektive jungakademische Erregung, wie vom Himmel gefallen, die in den terroristischen Abgrund führte? Oder gerade in Deutschland ein Ereignis, bei dem Söhne von einstigen Hitler-Fans ihre eigene ‚Jugenddiktatur‘ errichteten? Gegen solche modischen Legenden stellt Chris Harman die Wirklichkeit einer vielgestaltig und weltweit auftretenden, längst vor 1968 einsetzenden Bewegung einer neuen Linken, den Konflikt riskierend mit den kapitalistischen Machtstrukturen und staatsbürokratischer Herrschaft, eingebunden in den Kampf der Klassen. Ein wichtiger Anstoß, sich mit der Erfahrung von 1968 jenseits des gängigen Erinnerungsgeschäfts auseinanderzusetzen.“
— Arno Klönne, Autor von Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung; em. Professor für Soziologie.
„Es gibt viele Bücher über 1968. Dies ist das beste – leidenschaftlich, engagiert und scharfsinnig.“
— Jonathan Neale, Autor von Der amerikanische Krieg: Vietnam 1960–1975, Aktivist der US-Antikriegsbewegung in den 1960ern